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Im Falle der Alpine-Pleite nehmen Anleihegläubiger die Emissionsbanken wegen der Prospekthaftung in die Pflicht. Anwalt Benedikt Wallner übte auf die Großbanken bereits Druck aus.
Der Wiener Anwalt Benedikt Wallner will dazu in Kürze Gespräche mit den Großbanken führen und sie zum Zahlen auffordern, kündigte er am Mittwoch gegenüber der APA an. "Ich will 100 Prozent zurück - mit Zinsen und Kosten." Sind die Geldinstitute (BAWAG, Bank Austria, Erste, Raiffeisen Bank International) dazu nicht bereit, möchte er klagen.
120 Anleihezeichner hätten sich bereits bei ihm gemeldet, es würden laufend mehr. Vor Gericht würde sich Wallner gute Chancen ausrechnen. Aus seiner Sicht sind die Banken im Fall Alpine eindeutig in der Haftung, der Anwalt hat sich dazu auch ein Gutachten der Wiener Wirtschaftsprüfungsgesellschaft 7tc anfertigen lassen.
Die Emissionsbanken hätten bereits im Jahr 2010 um die prekäre finanzielle Lage der Alpine gewusst und entschieden, dem Baukonzern kein Geld mehr zu leihen, meint Wallner. Die Geldhäuser hätten deswegen nicht an den Anleiheemissionen teilnehmen dürfen. Damit hätten sie nämlich kausal dazu beigetragen, "dass andere Gläubigergruppen der Alpine Geld zur Verfügung stellen", argumentiert der Rechtsvertreter.
Alpine hätte nicht überlebt
"Schon 2010 hätte die Alpine-Gruppe ohne diese anderen Gläubigergruppen nicht mehr überlebt." Die Anleiheerlöse seien nicht für Investitionen, sondern zur Aufrechterhaltung des Betriebs verwendet worden. "Wenn das die Anleger gewusst hätten, hätten sie nicht gekauft. Also hat man es ihnen verschwiegen", so Wallner.
Die Alpine hat in den Jahren 2010, 2011 und 2012 drei Anleihen mit einem Gesamtvolumen von 290 Mio. Euro aufgelegt. Laut Wallner sind rund 6.000 Gläubiger betroffen. Vielfach hätten diese auch Kleinbeträge investiert. Die Banken hätten die Papiere "unter den bestehenden Bankkunden verteilt".
Geschädigten rät der Anwalt, ihre Rückzahlungsforderungen auch im Konkursverfahren anzumelden, wenngleich sie da wohl nur mit der Insolvenzquote - also einem Bruchteil ihres Investments - rechnen könnten. Das Handelsgericht (HG) Wien hat die Frist dafür bis 19. November verlängert. Bisher sind schon Forderungen von über 4 Mrd. Euro angemeldet, es dürften aber mehr als 5 Mrd. werden.
Quelle: Salzburger Nachrichten, 4.9.13
Im Falle des insolventen Baukonzerns Alpine sieht nun ein Wiener Anwalt einige Großbanken in der Haftung: Sie hätten bereits im Jahr 2010 um die prekäre finanzielle Lage der Alpine gewusst. 120 Anleihezeichner haben sich bereits bei ihm gemeldet.
Im Falle des insolventen Baukonzerns Alpine nehmen Anleihegläubiger die Emissionsbanken wegen der Prospekthaftung in die Pflicht. Der Wiener Anwalt Benedikt Wallner will dazu in Kürze Gespräche mit den Großbanken führen und sie zum Zahlen auffordern, kündigte er am Mittwoch gegenüber der APA an. "Ich will 100 Prozent zurück - mit Zinsen und Kosten." Sind die Geldinstitute (BAWAG, Bank Austria, Erste, Raiffeisen Bank International) dazu nicht bereit, möchte er klagen.
120 Anleihezeichner hätten sich bereits bei ihm gemeldet, es würden laufend mehr. Vor Gericht würde sich Wallner gute Chancen ausrechnen. Aus seiner Sicht sind die Banken im Fall Alpine eindeutig in der Haftung, der Anwalt hat sich dazu auch ein Gutachten der Wiener Wirtschaftsprüfungsgesellschaft 7tc anfertigen lassen.
Die Emissionsbanken hätten bereits im Jahr 2010 um die prekäre finanzielle Lage der Alpine gewusst und entschieden, dem Baukonzern kein Geld mehr zu leihen, meint Wallner. Die Geldhäuser hätten deswegen nicht an den Anleiheemissionen teilnehmen dürfen. Damit hätten sie nämlich kausal dazu beigetragen, "dass andere Gläubigergruppen der Alpine Geld zur Verfügung stellen", argumentiert der Rechtsvertreter.
"Ohne Anleger nicht mehr überlebt"
"Schon 2010 hätte die Alpine-Gruppe ohne diese anderen Gläubigergruppen nicht mehr überlebt." Die Anleiheerlöse seien nicht für Investitionen, sondern zur Aufrechterhaltung des Betriebs verwendet worden. "Wenn das die Anleger gewusst hätten, hätten sie nicht gekauft. Also hat man es ihnen verschwiegen", so Wallner.
Die Alpine hat in den Jahren 2010, 2011 und 2012 drei Anleihen mit einem Gesamtvolumen von 290 Mio. Euro aufgelegt. Laut Wallner sind rund 6000 Gläubiger betroffen. Vielfach hätten diese auch Kleinbeträge investiert. Die Banken hätten die Papiere "unter den bestehenden Bankkunden verteilt".
Geschädigten rät der Anwalt, ihre Rückzahlungsforderungen auch im Konkursverfahren anzumelden, wenngleich sie da wohl nur mit der Insolvenzquote - also einem Bruchteil ihres Investments - rechnen könnten. Das Handelsgericht (HG) Wien hat die Frist dafür bis 19. November verlängert. Bisher sind schon Forderungen von über vier Milliarden Euro angemeldet, es dürften aber mehr als fünf Milliarden werden.
Quelle: kurier, 04.09.2013
Alpine-Pleite: Gutachter stieß auf Ungereimtheiten in Jahresabschlüssen
Der Fall Alpine: Ein Gutachten nährt einen schwerwiegenden Verdacht. Die Bücher des Baukonzerns könnten fingiert gewesen sein.
Es ist eines der zentralen Themen jedes Konkursverfahrens – und doch lässt es sich nicht immer zweifelsfrei abhandeln: Wann war die Zahlungsunfähigkeit erkennbar? Im Fall des insolventen Salzburger Baukonzerns Alpine ist die Beantwortung
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Das Höchstgericht unterscheidet zwischen Schäden aus dem Kredit und aus dem Tilgungsträger. Die Bank haftet demnach nicht für alles, der Kreditvermittler auch nicht. Verbraucheranwälte kritisieren das.
Wien. Überwiegend sorgte die OGH-Entscheidung (siehe Artikel oben) zur Fehlberatung bei Fremdwährungskrediten für Erleichterung bei Konsumenten. Vor allem, weil sie auch die Banken in die Pflicht nimmt, wenn der Kunde von einem Vermögensberater vermittelt wurde. Denn die Chancen, später auch wirklich zu Schadenersatz zu kommen, erhöhen sich beträchtlich, wenn nicht nur der Berater – dessen Firma dann womöglich gar nicht mehr existiert –, sondern auch die normalerweise bonitätsstärkere Bank haftet.
Geschädigte sollten ihre Ansprüche rasch geltend machen, raten Experten. Wer weiter zuwartet, könnte in die Verjährungsfalle tappen.
Wien. Erst kürzlich gab der OGH einer Fremdwährungskreditnehmerin recht, die ihre Vermögensberaterin, das Beratungsunternehmen und eine Bank verklagt hatte. Die Beraterin hatte ihr die Umschuldung ihres Abstattungskredites in eine Fremdwährungsfinanzierung eingeredet. Und die Bank hatte sie – trotz sichtlicher Unsicherheit der Kundin – beim Vertragsabschluss nicht über die Risken aufgeklärt.
Weiterlesen: Fremdwährungskredite: "Wenn man klagen will, dann jetzt"
Hotspots
Benedikt Wallner Rechtsanwalt GmbH eröffnet neue Kanzlei in Wien Josefstadt
Klärt ein Vermittler über die Nachteile eines Gesamtkonzeptes aus Fremdwährungskredit, Lebensversicherung und Devisenmanagement nicht auf, haftet er für den potentiellen Schaden zum Laufzeitende.
Eine Naturalrestitution ist in dieser Konstellation nicht möglich.
Weiterlesen: HG Wien: Vermittler haftet für Fehlberatung bei Fremdwährungskredit
WIEN. Am Dienstag hat das Handelsgericht Wien offiziell über das Vermögen der Alpine Holding GmbH ein Konkursverfahren eröffnet. Die Verbindlichkeiten der Holding werden von KSV1870 und Creditreform mit rund 700 Millionen €angegeben: Diese bestehen aus drei Anleihen (290 Millionen €) und 450 Millionen€ durch Haftungen gegenüber Kreditgebern im Konzern. Der KSV1870 rechnet hier mit einer Quote im "unteren einstelligen" Prozentbereich.
Weiterlesen: Anwälte prüfen Klagen, Advofin zieht sich zurück
WIEN. Das Problem haben nicht nur Konsumenten, sondern auch viele KMU: Eine Bankkundin war wegen einer Bürgschaft von ihrer Hausbank zur Verantwortung gezogen worden und sollte zahlen -sie konnte sich das nicht leisten, woraufhin die Kundin einen Warnlisteneintrag erhielt. Dieser muss nun gestrichen werden, urteilte das Oberlandesgericht Wien. Das Urteil wurde laut Rechtsanwalt Robert Haupt (Kanzlei Wallner) nun rechtskräftig.
Heimische Anleger haben mit riskanten Schiffsfonds-Beteiligungen bis zu 700 Millionen Euro verloren. Anwälte drohen jetzt auch steirischen und Kärntner Banken mit Massenklagen.
Nach den Anlegerskandalen rund um Amis, Meinl, AvW und Immofinanz rollt die nächste Klagswelle auf Österreichs Gerichte zu: Immer mehr Anleger wollen ihre teilweise exorbitant hohen Verluste aus fehlgeschlagenen Schiffsfonds-Beteiligungen (siehe Lexikon) nicht hinnehmen. Bundesweit sollen 5000 Investoren mit bis zu 700 Millionen Euro in derartigen Fonds "drinhängen". Viele sind mit ausbleibenden Renditen und sogar Nachforderungen der Fonds konfrontiert.