Alpine-Pleite

Aufgrund der drohenden Verjährung und der nötigen Vorbereitungszeit können wir inzwischen keine weiteren Mandate von ALPINE-Geschädigten mehr annehmen!

Auch an der – unten beschriebenen – Sammelklage der AK können keine weiteren Geschädigten mehr teilnehmen!

Telefonische Auskünfte können angesichts der Masse an Anspruchstellern leider nicht mehr erteilt werden.


 

In der Causa um den pleitegegangenen Baukonzern Alpine Bau geht die Arbeiterkammer mit einer Sammelklage gegen die Banken vor Gericht und wird dabei von unserer Kanzlei vertreten:

(ACHTUNG: ein Initiativschreiben einer EAS „Erste Allgemeine Schadenshilfe“ hat mit unserer Sammelklage nichts zu tun! Wie uns viele unserer Klienten berichten, verschickt eine uns nicht näher bekannte EAS in den letzten Wochen direkt an die Geschädigten adressierte Schreiben unter genauer Angabe ihres Schadenbetrages! Offenbar nimmt man dort zumindest billigend in Kauf, auch im Teich unserer bestehenden Klienten zu fischen. Angeboten wird darin eine Prozessfinanzierung für das ALPINE-Verfahren. Wir weisen darauf hin, dass es sich dabei nicht um das von der Arbeiterkammer zusammen mit unserer Kanzlei und dem Prozesskostenfinanzierer ROLAND organisierte Sammelverfahren handelt!) 

Viele Stellen haben den Anleihegläubigern anfangs geraten, sich mit der mageren Konkursquote zu begnügen und darüber hinaus keine Ansprüche zu stellen. Wir wollten aber nicht vorschnell glauben, dass man am privaten Kapitalmarkt noch rasch fast EUR 300 Mio einsammeln und kurz darauf insolvent werden kann, ohne dass es Konsequenzen (Schadenersatz) gibt.

Medienberichten zufolge war auffällig, dass die Emission der Anleihe 2010 just von jenen Banken begleitet wurde, bei denen der Baukonzern schon damals tief in der Kreide stand (profil vom 29.6.2013). Anderen Medienberichten zufolge prüfte die FMA bereits seit letztem Herbst die als "solide" und "zukunftsorientiert" beworbene Alpine Anleihe aus Mai 2012 (SN vom 9.7.2013).

Wir haben daher schon im Juli 2013 ein Gutachten eines Wirtschaftsprüfers in Auftrag gegeben, um Klarheit zu erlangen. Der Gutachtensauftrag beschränkte sich dabei keineswegs auf die erst 2012 begebene Anleihe. Das Gutachten (die Medien berichteten) kommt zu dem Schluss, dass schon die erste Anleihe 2010 nicht für Investitionen, sondern zur Aufrechterhaltung des Geschäftsbetriebes diente und die Emittentin schon damals nicht in der Lage war, die aufgenommenen Finanzmittel aus ihrem operativen Geschäftserfolg heraus wieder rückzuführen. Das wurde den Anleihegläubigern freilich verschwiegen, sonst hätte wohl niemand gezeichnet.

Inzwischen haben wir auftrags unserer Mandanten auch zahlreiche Einzelklagen gegen die Emissionsbanken und gegen die verkaufenden Banken anhängig gemacht, sofern sie unsere vorangegangenen  Aufforderungen zur Regulierung des Schadens ausdrücklich abgelehnt hatten. Den jeweils aktuellen Stand unserer Aktionen können Sie auch unserer "Presse" subsite entnehmen. Individuelle Klagen führen erfahrungsgemäß rascher zum Ziel, sind aber auch kostspielig. Für die vielen ALPINE-Zeichner, die sich individuelle Klagen nicht leisten können, oder über keine Rechtsschutzdeckung verfügen, haben wir allen geschädigten Anleger die sich nach dem lange zuvor verlautbarten Stichtag 31.05.2015 bei uns (oder der Arbeiterkammer) gemeldet haben, die Möglichkeit zur Teilnahme an der Sammelintervention der Arbeiterkammer eröffnet: In dieser Variante tragen die Geschädigten zwar keine Prozesskosten, müssen allerdings im Erfolgsfall einen Teil des Ersiegten an den Prozesskostenfinanzierer herausgeben.

 

Betroffen sind alle drei Anleihen der Alpine Holding GmbH

Zinssatz: 5,25% fix
Laufzeit: 2010 bis 2015
Emission: EUR 100 Mio
Zinsfälligkeit: 1. Juli
Joint Lead: UniCredit Bank Austria, BAWAG PSK
ISIN: AT0000A0JDG2

Zinssatz: 5,25% fix
Laufzeit: 2011 bis 2016
Emission: EUR 90 Mio
Zinsfälligkeit: 10. Juni
Joint Lead: Erste Group Bank, UniCredit Bank Austria
ISIN: AT0000A0PJJ0

Zinssatz: 6,0% fix
Laufzeit: 2012 bis 2017
Emission: EUR 100 Mio
Zinsfälligkeit: 22. Mai
Joint Lead: BAWAG PSK, Raiffeisen Bank International
ISIN: AT0000A0V834

 

Forderungsanmeldung

Geschädigte Anleihegläubiger sollten zu aller Sicherheit (Schadensminderungsobliegenheit!) ihre Rückzahlungsforderungen auch im Konkursverfahren angemeldet haben. Zu rechnen ist hier allerdings nur mit einer Befriedigung in Höhe der Insolvenzquote. Die Frist dafür ist bereits mit 19.11.2013 verstrichen, nachträgliche Anmeldungen wären zwar noch möglich, aber mit erhöhten Kosten verbunden.

Wir führen die Forderungsanmeldung grundsätzlich nicht mehr für Sie durch!