Bürgschaften

Eine unbedachte Unterschrift, weil sie die Bank von Ihnen verlangt hat, kann Ihre Existenz ruinieren.

Muss sie aber nicht immer. Denn viele Bürgschaften, Garantien und Mitschuldnerschaften (sogenannte „Interzessionen“) von Konsumenten sind gesetzwidrig, wie eine Fülle von Prozessen zeigt.

Seit wir im Jahre 1994 die Leitentscheidung des OGH zur sogenannten „sittenwidrigen Interzession“ erwirkt haben (http://www.wienrecht.at/veroeffentlichungen/70-zur-sittenwidrigen-interzession), sind viele hundert Interzessionsfälle von uns behandelt worden. In der Mehrzahl konnten wir dem Gesetz Geltung verschaffen. Im Einzelnen freilich ist die Materie höchst komplex (http://www.wienrecht.at/veroeffentlichungen/130-interzession-von-verbrauchern) und teilweise noch immer umstritten (http://www.wienrecht.at/veroeffentlichungen/232-das-mysterium-der-echten-mitschuld), in seltenen Fällen sogar kasuistisch (einzelfallbezogen).

Klar ist inzwischen leider auch, dass Pfandbesteller (Hypothekarschuldner) von der Wohltat des Gesetzes ausgenommen sind, auch wenn das (außer den Banken und ihren Lobbys) niemand versteht und sogar das Höchstgericht zu einer Gesetzesänderung aufruft.

Bei allen anderen aber lohnt sich meist ein kurzer, erster Blick auf Ihre Unterlagen, um zu sehen, ob unser weiteres Einschreiten Sinn macht.